Keramik gehört zu den wichtigsten Werkstoffen der modernen Zahnmedizin. Sie kommt der natürlichen Zahnsubstanz in Farbe und Lichtdurchlässigkeit sehr nahe und enthält kein Metall. In unserer Zahnarztpraxis dentilla 19 in Berlin-Wilmersdorf beraten wir Sie dazu, ob und in welcher Form Keramik für Ihre Situation infrage kommt.
Je nach Befund kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Inlays, Onlays und Overlays ersetzen einzelne Bereiche eines Zahns, wenn eine Füllung nicht mehr ausreicht. Kronen umfassen den gesamten sichtbaren Zahn. Brücken schließen kleinere Lücken. Veneers sind dünne Schalen für den sichtbaren Frontzahnbereich. Auch Kronen auf Implantaten lassen sich aus Keramik fertigen.
Keramik ist nicht gleich Keramik. Welches Material zum Einsatz kommt, richtet sich nach der Indikation – also danach, welcher Zahn versorgt wird, wie viel Substanz erhalten ist und welche Anforderungen an Belastbarkeit und Aussehen bestehen.
Zirkonoxid verwenden wir am häufigsten, sowohl im Seitenzahn- als auch im Frontzahnbereich. Es wird entweder verblendet oder monolithisch verarbeitet, also aus einem Stück gefertigt.
Press- und Silikatkeramik setzen wir vor allem dort ein, wo es besonders auf das Erscheinungsbild ankommt – etwa bei Veneers.
Allergien auf Keramik sind nicht bekannt. Das macht den Werkstoff auch für Menschen interessant, die auf metallische Werkstoffe empfindlich reagieren.
Metallische Werkstoffe haben nach wie vor ihren Platz, vor allem im kombinierten Zahnersatz. Sie sind elastischer als Keramik, die an diesen Stellen zu spröde wäre. Auch das besprechen wir mit Ihnen anhand Ihres Befunds.
Vollkeramik enthält kein Metall und ist deshalb auch für Menschen geeignet, die auf metallische Werkstoffe empfindlich reagieren. Die Oberfläche ist sehr glatt, wodurch sich Beläge in der Regel weniger leicht anlagern. Optisch fügt sich Keramik meist unauffällig in die vorhandene Zahnreihe ein – im Frontzahnbereich ist das häufig das ausschlaggebende Argument. Wie lange eine Versorgung hält, hängt vom Befund, von der Mundhygiene und von individuellen Faktoren ab.
Am Anfang stehen eine Untersuchung und ein ausführliches Gespräch. Für die Abformung arbeiten wir ausschließlich mit dem Intraoralscanner: Er erfasst den Zahn digital, ohne Abformmasse, und gibt die Präparationsgrenze genauer wieder als ein herkömmlicher Abdruck. Die Weiterverarbeitung erfolgt anschließend vollständig am Computer – ein durchgehend digitaler Ablauf. Auf dieser Grundlage wird der Zahnersatz angefertigt und anschließend eingesetzt. Wie viele Sitzungen nötig sind, richtet sich nach dem Umfang der Behandlung.
Ob Keramik in Ihrem Fall sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer Untersuchung sagen. Vereinbaren Sie gern einen Termin in unserer Praxis dentilla 19, Holsteinischestraße 19 in 10717 Berlin, Telefon 030 824 24 17. Wir nehmen uns Zeit, gehen Ihre Möglichkeiten mit Ihnen durch und erklären auch, welche Alternativen es zu Keramik gibt.
Eine pauschale Summe lässt sich nicht nennen, weil der Aufwand vom Befund abhängt: Ein Inlay wird anders berechnet als eine Krone oder ein Veneer. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Gesetzliche Krankenkassen zahlen einen befundbezogenen Festzuschuss, der sich nach dem Befund richtet und nicht nach dem gewählten Material; den darüber hinausgehenden Anteil tragen Sie selbst. Private Tarife übernehmen je nach Vertrag mehr. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie von uns einen Heil- und Kostenplan mit allen Positionen – Sie wissen also vorher, womit Sie rechnen müssen.
Eine verlässliche Zahl für den Einzelfall gibt es nicht. Vollkeramische Kronen und Inlays zeigen in der Regel gute Langzeitergebnisse; entscheidend sind Passgenauigkeit, Mundhygiene, regelmäßige Kontrollen und die Belastung durch Knirschen oder Pressen. Wer nachts knirscht, schützt die Versorgung am besten mit einer Schiene.
Keramik ist spröder als Metall. Bei starkem Knirschen oder sehr hoher Kaubelastung kann sie eher abplatzen oder brechen – in solchen Fällen besprechen wir Alternativen oder eine Schutzschiene. Außerdem muss für eine Krone Zahnsubstanz abgetragen werden, und der Eigenanteil liegt meist höher als bei einer Versorgung mit Metallgerüst.
Eine Kunststofffüllung wird direkt im Mund eingebracht und ist in einer Sitzung fertig. Ein Inlay aus Keramik wird nach digitalem Scan gefertigt und anschließend eingesetzt. Bei größeren Defekten ist die laborgefertigte Lösung in der Regel formstabiler und randdichter, bei kleinen Defekten ist die Füllung die passende Versorgung. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Größe und Lage des Defekts ab.
In der Regel zwei: Im ersten Termin wird der Zahn vorbereitet und digital gescannt, im zweiten wird die fertige Versorgung eingesetzt. Je nach Befund und Umfang kann ein weiterer Termin dazukommen.
Die gesetzliche Kasse übernimmt den Festzuschuss für den jeweiligen Befund. Mit gepflegtem Bonusheft fällt er höher aus. Die Differenz zur Keramikversorgung ist Eigenanteil und steht vorab im Heil- und Kostenplan.
Wie wir digital abformen, lesen Sie auf der Seite Intraoralscanner. Einen Überblick über alle Versorgungsformen gibt die Seite Hochwertiger Zahnersatz.